Rechengrößen

Ab 2023 gibt es monatlich über 20 Euro mehr als Arbeitgeberzuschuss

Die Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze und des durchschnittlichen Zusatzbeitragssatzes in der GKV sind auch für viele Privatversicherte von Bedeutung.
November 2022
Gespräch zwischen zwei Personen am Bildschirmarbeitsplatz

Einige Werte in der Privaten Kranken- und Pflegeversicherung sind gesetzlich festgelegt. Dazu gehören insbesondere die maximalen Arbeitgeberzuschüsse und die Höchstbeiträge in der Pflegepflichtversicherung, im Standardtarif und im Basistarif.

Für Privatversicherte relevante Werte der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung

Die Höchstwerte für die Arbeitgeberzuschüsse und für die Beiträge zur Pflegeversicherung, zum Standard- und Basistarif werden auf Grundlage der Beitragsbemessungsgrenze der Gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung sowie der verschiedenen Beitragssätze berechnet. Zwei der Werte hebt die Bundesregierung zum 1. Januar 2023 an, während die übrigen unverändert bleiben:

  • Beitragsbemessungsgrenze (2023: 4.987,50 Euro/Monat; 2022: 4.837,50 Euro/Monat)
  • allgemeiner Beitragssatz zur gesetzlichen Krankenversicherung (2023 und 2022: 14,6 %)
  • durchschnittlicher Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen (2023: 1,6 %; 2022: 1,3 %)
  • Beitragssatz zur sozialen Pflegeversicherung für Versicherte mit Kindern (2022 und 2023: 3,05 %)

Maximale Arbeitgeberzuschüsse für Privatversicherte 2023

Der maximale Arbeitgeberzuschuss zur privaten Krankenversicherung erhöht sich zum 1. Januar 2023 erkennbar, da sowohl die Beitragsbemessungsgrenze als auch der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen angehoben werden. Der Zusatzbeitragssatz wird seit 2019 berücksichtigt. Die Änderung des Arbeitgeberzuschusses zur privaten Pflegeversicherung fällt geringer aus. Hier hat sich bei den Berechnungswerten nur die Beitragsbemessungsgrenze geändert.

Maximaler Arbeitgeberzuschuss 2023 (monatlich) 2022 (monatlich)
private Krankenversicherung 403,99 Euro 384,58 Euro
private Pflegeversicherung* 76,06 Euro 73,77 Euro
insgesamt 480,05 Euro 458,35 Euro

* In Sachsen ist der maximale Arbeitgeberzuschuss geringer, da dort zur Finanzierung der Pflegeversicherung nicht der Buß- und Bettag als gesetzlicher Feiertag abgeschafft wurde. Deshalb gilt in diesem Bundesland 2023 ein maximaler Arbeitgeberzuschuss von 51,12 Euro (2022: 49,58 Euro).

Höchstbeiträge in der PKV 2023

Für die Private Pflegeversicherung, den Basistarif und den Standardtarif hat der Gesetzgeber Höchstbeiträge festgelegt.

Der Höchstbeitrag in der Privaten Pflegeversicherung liegt 2023 bei 152,12 Euro (2022: 147,54 Euro) im Monat. Privatversicherte Ehepaare zahlen zusammen maximal 150 Prozent des Höchstbeitrags zur Pflegeversicherung: 228,18 Euro (221,31 Euro). Für Privatversicherte mit Anspruch auf Beihilfe gilt 2023 ein Höchstbeitrag von 60,85 Euro (2022: 59,02 Euro) und als Ehepaar zusammen 91,28 Euro (88,53 Euro).

Der Höchstbeitrag zum Standardtarif ist identisch mit dem allgemeinen Höchstbeitrag der GKV und berechnet sich aus der Beitragsbemessungsgrenze und dem allgemeinen Beitragssatz der GKV. Er beträgt damit 2023 monatlich 728,18 Euro (706,28 Euro). Ehepaare zahlen zusammen im Standardtarif maximal 1.092,27 Euro (2022: 1.059,42 Euro). Durch die langjährige Mitgliedschaft in der PKV und Anrechnung der Alterungsrückstellungen zahlen die meisten Versicherten im Standardtarif weniger als den Höchstbeitrag.

Für den Höchstbeitrag des Basistarifs wird neben der Beitragsbemessungsgrenze und dem allgemeinen GKV-Beitragssatz auch der durchschnittliche Zusatzbeitragssatz der gesetzlichen Krankenkassen herangezogen. Dadurch ist der Höchstbeitrag im Basistarif höher als im Standardtarif: 807,98 Euro (2023; 2022: 769,16 Euro).