Lexikon

Versicherungspflichtgrenze

Nur bei einem Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze dürfen abhängig Beschäftigte statt der gesetzlichen eine private Krankenversicherung haben.

Voraussichtliche Versicherungspflichtgrenze 2027: 84.150 Euro für Neuversicherte. Weitere Informationen

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sind grundsätzlich versicherungspflichtig in der Gesetzlichen Krankenversicherung. Erst wenn ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt – also das Einkommen aus der Arbeitnehmertätigkeit – die Versicherungspflichtgrenze übersteigt, werden sie versicherungsfrei und können zwischen Gesetzlicher und Privater Krankenversicherung wählen. Im Sozialgesetzbuch wird die Versicherungspflichtgrenze als "Jahresarbeitsentgeltgrenze" bezeichnet.

Die Grenze wird jährlich entsprechend dem durchschnittlichen Lohn- und Gehaltseinkommen angepasst. Im Jahr 2026 beträgt sie 77.400 Euro (2025: 73.800 Euro). Für abhängig Beschäftigte, die am 31.12.2002 aufgrund ihres Einkommens versicherungsfrei und privat versichert waren, gilt 2026 eine Versicherungspflichtgrenze von 69.750 Euro (2025: 66.150 Euro).

Tritt durch die Erhöhung der Versicherungspflichtgrenze zu Beginn eines Jahres Versicherungspflicht ein, können sich bereits privat krankenversicherte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer davon befreien lassen.

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